Schweißflecken – nein danke!
Feuchte Hände, Schweißfüße, nasse Achseln - für jedermann peinlich
Schweiß überströmte Sportler sind gesellschaftlich akzeptiert, wenn aber der Schweiß von den Händen tropft, gerät jeder Händedruck zum Spießrutenlauf. Feuchte Hände, glänzende Stirn, nasse Achseln machen vielen Menschen gerade im Sommer stark zu schaffen. Wenn der Schweiß zudem noch unangenehm riecht, wird es auch eine Belastung für die Mitmenschen. Denn obwohl stark schwitzende Menschen sich meistens häufig waschen und mit Deodorant nicht sparsam umgehen, tritt der Schweißgeruch immer wieder in den Vordergrund. Ursache für die Geruchsbildung ist die Zersetzung des Schweißes auf der Hautoberfläche durch Bakterien. Die dabei entstehenden Abbauprodukte lassen die Gerüche entstehen.
Menschen, die besonders stark schwitzen leiden oft sehr darunter, weil sie von ihren Mitmenschen allzu leicht und ungerecht als unsauber verurteilt werden.
Lebenswichtiger Schweiß
Beginnt Flüssigkeit auf der Haut zu verdunsten, entzieht dieser Vorgang dem Körper Wärme, wodurch die Körpertemperatur konstant gehalten werden kann. Ein ganz wesentliches Kriterium, um bei hohen Temperaturen überhaupt überleben zu können! Rund drei Millionen Schweißdrüsen sind über die Körperoberfläche verteilt und produzieren im Normalfall täglich etwa einen halben Liter Schweiß. Gesteuert wird die Schweißbildung vom sympathischen Nervensystem. Der Schweiß ist also ganz normal und gehört zum Leben dazu, unangenehm wird es aber dann, wenn man übermäßig schwitzt.
Schweißtreibende Krankheiten
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenüberfunktion,
Tuberkulose, Übergewicht, Hormonumstellung im Klimakterium,
Entzugssymptome und neurologische Erkrankungen sind neben Fieber die wichtigsten Schweißtreiber. Manchen Menschen ist das übermäßige Schwitzen aber auch schon angeboren.
Antitranspirantien aus der Apotheke
Deos gibt es viele, die meisten reduzieren allerdings nur die Geruchsbildung. In der Apotheke gibt es hingegen Antitranspirantien, die die Schweißbildung vermindern können. Dazu werden vor allem Aluminiumchlorid und Salbeiextrakt verwendet. Während jedoch Aluminiumchlorid nur äußerlich verwendet werden kann, zeigt Salbei intern sogar eine deutlich stärkere Wirkung.
Aluminiumchlorid
Lösungen oder Gele mit 15 bis 30%igem Aluminiumchlorid-Anteil werden zur Behandlung der Hyperhydriasis, der Krankheit mit übermäßiger Schweißbildung, vom Arzt verschrieben und in der Regel nachts auf Hände und Füße aufgetragen. In Antitranspirantien hingegen ist der Anteil von Aluminiumchlorid weitaus niedriger, dafür aber für die tägliche Anwendung geeignet.
Salbei
Schon Anfang dieses Jahrhunderts wurden Tinkturen und Aufgüsse des Salbeis dazu verwendet, den Nachtschweiß von Tuberkulosekranken zu behandeln. Die Wirkstoffe des Salbeis - in erster Linie Rosmarinsäure - normalisieren die Schweißdrüsenabsonderung und regulieren das Zentrale Nervensystem, das ja für die Steuerung der Schweißdrüsen zuständig ist. Die schweißhemmenden Wirkungen von Salbei sind auch bereits durch mehrere klinische Studien bestätigt.
Von Madaus gibt es einen neuen Salbei-Spray
