Der tägliche Bedarf an Silicium liegt bei 3 bis 4
Pflanzliche Lebensmittel weisen mehr Silicium – vorliegend als Silikat oder Mono-Kieselsäure – auf als tierische Produkte. In Ei und Kuhmilch sind rund 30 mg/kg, in Erdnuss und Kartoffel rund 60 mg/kg enthalten. In Hirse – eine der ältesten Getreidesorten – und Hafer sind 400mg/kg und mehr vorzufinden. Viele Mineralwässer beinhalten Silikate (bis 100mg/l), aber auch Wein und Bier (30 – 60 mg/l).
Aufnahme und Bedarf
Silicium kann über Magen und Darm mit der Nahrung aufgenommen oder über die Lunge inhaliert (Gefahr durch Asbest) werden. Ein Mensch resorbiert rund 12mg/Tag. Der größte Teil des Silikats verlässt den Körper unresorbiert mit dem Stuhl. Oral verabreichte Kieselsäure wird – abhängig von Geschlecht und Alter sowie von der Aktivität von Drüsen – besser aufgenommen und über die Niere wieder ausgeschieden. Etwa 4 % Silicium wird resorbiert und über das Blut im Körper verteilt. Der tägliche Bedarf liegt bei 3 bis 4 mg oder 50mc/kg Körpergewicht.
Unser Blutserum enthält einen ziemlich gleichmäßigen Spiegel mit 500mcg/l. Besonders in Sehnen, Knochen, Knorpeln und Haut wird das Silicium gespeichert. In der Lunge und in den Lymphknoten kommt Silicium ebenfalls konzentriert vor.
Wirkungen des Siliciums
Silicium ist im Bindegewebe und in den Epithelzellen der Haut enthalten. Es wurde beobachtet, dass die orale Einnahme von Silicium den Gewebsdruck in der Haut erhöht und die Haut dicker wird. Dabei setzt in der Folge auch die Wirkung in Haaren und Nägeln ein.
Silicium soll im Bindegewebe und im Knorpel dafür verantwortlich sein, dass Proteine und Mucopolysaccheride untereinander vernetzt sind.
Mit einer gezielt zusammengesetzten Zusatzernährung unterstützt man das Silicium in seiner Wirkung auf Haut, Haare und Nägel. Achten Sie deshalb auf:
Biotin (Vitamin H) stimuliert die Erneuerung der oberen Hautzellen;
Kupfer ist als Initiator für den Aufbau von Kollagen und Elastin im Bindegewebe der Haut bedeutend;
Selen ist ein guter Fänger für Radikale schützt dadurch die Hautzellen;
Pantothensäure (Vitamin B5) wirkt mit Silicium besonders bei Haaren gegen das Vergrauen;
Zink gilt als Spurenelement, das die Nägel gleichförmig erhält und die weißen Flecken in den Nägeln verhindert;
Eisen wirkt auf die Nägel kräftigend und beugt Verdrehungen der Hornsubstanz vor, was besonders für Frauen wichtig ist.
Bei Siliciummangel konnte man im Tierversuch Störungen der Entwicklung und Beschaffenheit des Bindegewebes, der Haut, Haare und Nägel sowie der Knochen feststellen. Bei Zugabe von Kieselerde oder Silikaten besserte sich das Bild.
Es wird deshalb begründet angenommen, dass Silicium für die Knochenbildung benötigt wird. Das für das Wachstum nötige Vitamin D (Kalziumeinlagerung zur Festigung der Knochensubstanz) spielt beim Silicium keine besondere Rolle. Das Silicium wirkt in der Wachstumszone der Knochen.
Silicium soll auch bei der Elastizität der Blutgefäße wirksam sein. Dies wird aus Berichten aus Japan geschlossen, weil in Gegenden mit siliciumreichem Trinkwasser die Sterberate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen niedriger ist. Dabei wird dem Silicium auch ein Effekt zur Senkung des Triglycerid- und Cholesterinspiegels zugeschrieben.
Für Ihre Fragen steht Ihnen Ihr Apotheker gerne zur Verfügung. In der nächsten Folge lesen Sie über Schwefel.



